Frederic Vaucamps

Schon seit Beginn seiner Karriere verfiel Frédéric den Merveilleux Törtchen und würdigt seitdem dieser einzigartigen Köstlichkeit. Frédéric Vaucamps wurde 1963 geboren und lebt mit seiner Familie im Norden Frankreichs. Schon im frühesten Alter war er von der Welt des Kuchen verzaubert und begann im Alter von 14 Jahren eine Lehre als Konditor. Mit seinem temperamentvollem Charakter weist Fréderic gerne darauf hin, dass er sein jetziges Wissen durch verschiedenen Erfahrungen erlangt hat: Glückstreffer, Fehlschläge, Erfolge und Experimente. Glücklicherweise wurde die Konditorei zur Quelle seiner persönlichen und beruflichen Erfüllung. Es begann jedoch mit einem Misserfolg, als Frédéric und sein Bruder 1982 eine Konditorei übernahmen. Sie arbeiteten mit Leidenschaft, fanden jedoch schnell heraus, dass sie die unternehmerischen Herausforderungen der Branche unterschätzt hatten. Von diesem Rückschlag nicht entmutigt, setzte Frédéric dennoch seine Tätigkeit fort und versuchte Vergnügen, Kreativität und hohe Standards zu kombinieren. 1985 überdachte er das Rezept der Merveilleux-Kuchen, mit einer leichteren Konsistenz und in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Ein Erfolg - die traditionellen Backwaren wurden zu einem beliebten Produkt! Ebenso überarbeitete er die Brioche und bietet verschiedene Geschmacksrichtungen an. Ein weiterer Erfolg, so wie die “Cramiques”, die ebenso überzeugen.

Die Merveilleuses & Incroyables

Unter dem Direktorium-Regime (1796 - 1799) erblühte das gesellschaftliche Leben wieder. Bekannte Frauen wie Madame Tallien und Madame Récamier eröffneten Salons (Cafés), die als Treffpunkt für die neue Eleganz galt: die Merveilleuses und die Incroyables. Die Incroyables waren junge Leute mit weiblichen Allüren, deren alleinige Sorge das Streben nach Vergnügen war. Die Merveilleuses stattdessen, verzichteten völlig auf jede Konvention und kleideten sich in antiken Kostümen: lose Tuniken, die manchmal feucht getragen wurden und so figurbetonter waren. Konzerthallen, Teestuben und Theater wurden zum Treffpunkt dieser neuen Mode von durchsichtigen Kleidern und Béguinen-Häubchen. Es wurde der Rigaudon getanzt und in den Garchy- und Velloni-Salons, Eis geschlemmt. Der Hannover-Pavillon wurde zum Erfolg schlechthin: In diesem Teil des ehemaligen Herrenhauses von Richelieu spazierten mit Rosen gekrönte, nach Essenz duftende, in athenischen Roben schwebende Göttinnen, während sie verstohlen zu den Incroyables blickten, die Luftfächer wedelnd kamen und gingen, lachten, neckten, provokant winkten und stets frech blickten. Frédéric Vaucamps fand sich in dieser Phantasie der Incroyables und der Merveilleuses wieder, sodass der Firmenname bald festgelegt war, jedoch in der männlichen Form.

Die Unternehmensgeschichte

Fédéric Vaucamps eröffnet 1982 seine erste traditionelle Pâtisserie in Hazebrouck wo er verschiedene Rezepte sowie Meringues und Brioche, kreierte und herstellte. Fünfzehn Jahre später eröffnete er in Lille, in der Rue de la Monnaie im historischen Zentrum der Stadt, sein erstes "Aux Merveilleux de Fred“. Dort perfektionierte er sein eigenes Merveilleux-Rezept, dass bald zum Favoriten des Hauses wurde: Meringue umhüllt mit Schokosahne und mit dunklen Schokoladensplittern bedeckt. Sein Geheimnis? Eine unnachahmliche, schmelzende Meringue, die diesem Kuchen eine gewisse Leichtigkeit und Finesse verleiht. Auf Anhieb waren viele begeistert und bald standen die Kunden Schlange um die einzelnen Merveilleux oder auch größere Modelle zu probieren und mit Familie oder Freunden zu teilen. Neben den Merveilleux wurden aber auch andere Backwaren angeboten, darunter die berühmte 'Cramique', erhältlich mit Rosinen, Zucker oder Schokolade. Diese tägliche Hommage an die belgische Gourmandise ermöglicht es, dass jeder etwas nach seinem Geschmack findet. 2004 öffnete Frédéric mit seinem Cousin ein zweites Geschäft in Lille, diesmal im Gambetta-Viertel, berühmt für seinen netten Wazemmes-Markt. Die nächste Station war der Grand-Place in Lille, wo er zusammen mit der Kaffemarke Méo eröffnete. Frédéric's viertes Geschäft wurde in der Stadt Knokke, in Belgien in Betrieb genommen. Zur Freude der Pariser wurde dann 2008 endlich ein „Aux Merveilleux de Fred“ in Paris aufgemacht. Seit diesem Zeitpunkt wurden noch vier weitere Geschäfte eröffnet bzw. sie sind im Eröffnungsprozess, sowohl in Frankreich, als auch im Ausland: 2013 in London, 2014 in Brüssel und 2015 in New York.

Die Geschichte hinter dem Feingebäck

Der Merveilleux ist eine Süßware, deren Leichtigkeit nur die der Précieux und der Extravagants während des Direktoriums, Ende des 18. Jahrhunderts nahekommt. Es handelt sich um eine Meringue umhüllt mit Sahne und ist ein traditionelles Rezept aus dem Norden Frankreichs und Flandern. Oft überstrapaziert, manchmal in Vergessenheit geraten und gelegentlich vernachlässigt, hat es Frédéric Vaucamps geschafft, diesen Rezepten ihren alten Glanz zurückzugeben und sie seit 1985 zu verfeinern. Der Kramiek (in Flämisch) ist ein kleiner Briochelaib, der mit Rosinen gefüllt ist und zuerst vor allem in Wallonien und Flandern um 1830 erschien. Dieses traditionelle Gebäck wird vor allem in Belgien und im Norden Frankreichs nach wie vor sehr geschätzt. Über die Region hinaus hat es unterschiedliche Namen: Brioche, Brioche pain, gateau tartine und craquelin. Frédéric Vaucamps arbeitete mit großer Begeisterung mit diesen Produkt, indem er verschiedene Geschmacksrichtungen erzeugte und ihnen so einen Hauch von Fantasie gibt.

Das
Markenzeichen

Die Merveilleux werden in jedem Geschäft direkt vor dem Kunden hergestellt – eine Kunst für Augen, Nase und Gaumen. Die Qualität der Produkte sind der Schlüssel zum Erfolg der Gebäcksmarke. Für die Kreationen wird bei der Erforschung der einzelnen Zutaten sorgfältig gearbeitet. Frédéric Vaucamps ist ein treuer Geschäftspartner und arbeitet immer mit den gleichen Lieferanten.   Als Handwerksmeisterkonditor arbeitet Frédéric gerne mit Produkten, die ihm die Möglichkeit geben, sie an verschiedenen Geschmacksrichtungen, Substanzen und Farben anzupassen.